Wie bekomme ich die besten Business-Fotos von mir?

Wie entstehen die besten Business-Fotos?
Wie läuft eigentlich ein Business-shooting ab?

Diese Fragen hat mir die großartige Tanja Deuß von knusperfarben beantwortet. Und dabei sind gleich so wunderbare Fotos von mir entstanden. So sehen professionelle Business-Fotos aus! Das war ein unglaublich guter, produktiver und witziger Tag mit ihr. Ich denke, die Ergebnisse sprechen für sich. Hier kommt Tanjas Gastbeitrag und ein guter Einblick in ihre Arbeit als Fotografin.


 

Text und Fotos: Tanja Deuß

Ich möchte versuchen, euch hier beispielhaft anhand der Bilder von Anja zu erklären, wie meine Shootings ablaufen. Auch, was IHR dazu beitragen solltet. Denn so ein Shooting ist nicht nur Sache des Fotografen und sehr viel mehr als sich nur hinzustellen und abgeknipst zu werden. Ihr könnt es als Beispiel für Einzelunternehmer sehen. Firmenportraits und Business-Begleitung ist noch mal etwas anderes.

DAS VORGESPRÄCH
Anja kontaktierte mich irgendwann im März und wir trafen uns auf einen Tee und Kuchen, bzw. Croissants, bzw. noch mehr Kuchen. :o) Für ihre neue Website brauchte sie Bilder von sich. Und hier solltet ihr schon einmal hellhörig werden. Ja, wir TRAFEN uns. Das ist wichtig und richtig. Nicht nur bei Hochzeitsfotografie sollte man sich grün sein. Auch bei einem größeren Business-Shooting. Eigentlich bei jedem Shooting. Das ist natürlich etwas schwierig, wenn man nicht um die Ecke wohnt aber dafür gibt es ja dann zur Not auch Skype.

ZUSAMMEN EINGROOVEN
Ich konnte so auch ihre wunderschöne Wohnung in Augenschein nehmen und war sofort Feuer und Flamme für ihren superdupertollen Holztisch und die vielen Kleinigkeiten. Hach – wenn Kreative sich treffen. Traumlocation! Herrlich. Anja hat ein sehr gutes Auge für die kleinen Details. Denn sie ist nicht nur Designerin, Webseitenmacherin und Mama sondern auch Illustratorin. Ihr Label nennt sich: Hasenfuss – graphisches Kabinett. Hier geht es zum Instagram-Account. Ich persönlich habe mich ja in das Zitronenmädchen verliebt. Aber ich schweife ab.

DIE INTENTION und DIE EINSATZGEBIETE
Wenn ihr Business-Bilder plant, solltet ihr euch klar darüber werden, wie ihr euch genau in den Bildern sehen möchtet. Wer seid ihr? Powerfrau? Alpha-Männchen? Mega-Manager/in? Kumpel-Blogger/in, Business-Queen? Spiritueller Tantrameister? Wie arbeitet ihr? Wie möchtet ihr wahrgenommen werden? Hart oder zart? Habt ihr vielleicht mehr als eine Seite, die ihr zeigen möchtet?

Anja wollte mehrere Seiten zeigen. Wir überlegten uns 2 Locations innerhalb des Hauses, die Bildaussagen und was alles dazu gehört. Wir redeten über Accessoires im Bild (weniger ist mehr) und über die Einsatzgebiete der Bilder. Es gibt sehr viel zu beachten. Gerade, wenn ihr neu an den Start geht. Nicht jedes Bildformat eignet sich für alles. Als Fotografin möchte ich das immer vorher wissen, denn so kann ich mich darauf einstellen und z. B. zwischendurch ein Bild für einen Facebook-Header schießen. Die sind sehr breitformatig und es gibt Tricks und Kniffe, wie man sie optimal hinbekommt.

Natürlich haben wir uns festgequatscht. Nicht so sehr wegen des Shootings, sondern weil es so viele gemeinsame Themen gab. Typografie, Design und Layouts.

DER SHOOTING-TAG
Er kam und Anja war perfekt vorbereitet. Mehrere Outfits, leichtes Make-Up, dezenter Schmuck. Die Location war frei geräumt, ich konnte mich ausbreiten, Licht setzen und mir dabei schon Gedanken über das erste Motiv machen. Bis alles richtig ist, kann es schon mal dauern. Also werdet nicht ungeduldig, wenn ich auch noch das letzte Fizzelchen richtig machen möchte. Am Ende zahlt sich jeder Millimeter aus. Das sind die Ergebnisse der ersten Runde:


Einfach gar nicht so sehr auf mich als Fotografin achten, sondern, frei nach Astrid Lindgren, aus dem Fenster schauen und den Gedanken nachhängen.
Das klappt natürlich nicht auf Anhieb und wir mussten uns ja auch erste ein wenig “einschießen”. *ggg


So weit, so gut. Jetzt ging es an das schauspielerische Talent (Teil 1). “Mach mal was. Schreiben, Zeichnen oder Erzählen.” Meist fange ich dann an, um euch herum zu laufen. Lasst euch nicht irritieren. Ich suche nur neue Perspektiven. Es kann durchaus sein, dass ich mich flach auf den Boden lege, auf Stühle klettere, mich verrenke und hinterher “Aua” sage. Aber das Bild ist im Kasten.


Ein bisschen mehr Action, bitte.


Genau. :o)


Und nun bitte einmal umziehen. Bühne frei für “Schauspielerisches Talent Teil 2″. “Tu mal so, als ob ich dein Publikum wäre.” Was wir uns noch so alles vorgestellt haben, bleibt geheim.

„Was machst du noch so, wenn du Vorträge hältst?” Antwort: “Großartig sein und auf Tische steigen. YEAH!”


Und so  kommt Stück für Stück das, was ich so mag. Der persönliche Einsatz. Neue Ideen. Entwickelt aus der Situation. Natürlich gebe ich auch Anweisungen. Aber was ihr mir anbietet, ist immer der Motor.



Cool, oder?

Ihr seht, ihr müsst Einsatz zeigen. Mitdenken, einfach machen. Die Kamera und ich werden die Momente fangen, wo ihr ganz in eurem Element seid. Und das erkennt ihr dann auch auf den Bildern. Ganz einfach ist das nicht. Es ist in der Tat für manche ein Sprung über den eigenen Schatten und ins kalte Wasser. Aber es macht Spaß und ist oft verrückt und spielerisch und vielleicht lernt ihr euch auch ein bisschen besser kennen. Das optimale Bild ist dann meist schon im Kasten.


Aber da war ja noch was. Die andere Location und etwas mehr in Richtung Hasenfuss – graphisches Kabinett. Gleiches Spiel, neues Glück. Licht, ausprobieren, Utensilien hier, verschieben der Bilder da (das Zitronenmädchen MUSS ins Bild!!!).


Und dann hatten wir auch hier das optimale Bild gefunden. Bämm!


So ein Shooting kann durchaus mehrere Stunden dauern. Und darauf müsst ihr euch einstellen. Model für einen Tag zu sein ist kein Zuckerschlecken. Anweisungen umzusetzen auch nicht. Nur wenn ihr mitmacht, können gute Bilder entstehen. Aber lasst euch nicht abschrecken. Ich hab noch jeden locker bekommen. So ist er eben, unser Job. Love!

ERSCHÖPFT ABER GLÜCKLICH
Und weil der Tag so schön war, mussten wir natürlich auch noch ein bisschen albern werden. Zitronenmädchen eben. :o)

Tanja und Anja und winken in die Kamera! Oder so ähnlich. *ggg


 

Danke, liebe Tanja für den schönen Einblick in deine Arbeit! Wer jetzt inspiriert ist und das Thema Business-Fotografie gerne direkt für sich umsetzen möchte, meldet sich einfach bei Tanja unter info@knusperfarben.de