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Schön schlau in 5 Minuten – RGB oder CMYK?

Meine Kunden erhalten von mir die Reinzeichnung ihres Logos in unterschiedlichen Dateiformaten und Farbsystemen. Aber was ist denn überhaupt RGB? Und wann brauche ich CMYK? Das kann meine kleine Übersicht schnell erklären.

RGB und CMYK – zwei Farbräume für unterschiedliche Zwecke
Grundsätzlich kann man sagen, dass das RGB-System für die Monitordarstellung benötigt wird. Ob im Internet oder in Emails – der RGB-Farbraum bildet Farben durch das additive Mischen der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau nach. Somit kann man einmal festgelegte Farben relativ genau am Monitor/Display darstellen. Gewisse Ungenauigkeiten ergeben sich aus individuellen Monitoreinstellungen und lassen sich nicht ganz ausschließen, aber generell gilt: ein Logo in RGB ist die richtige Wahl für die Online-Darstellung.
Das CMYK-Farbsystem bildet die technische Grundlage für den hochwertigen Vierfarbdruck – wird also für Printprodukte genutzt. Wer punkten will, spricht es auch in etwa korrekt aus “ßie-äm-wei-käi”. CMYK steht dabei für die Farbbestandteile CyanMagentaYellow und den Schwarzanteil Key. Aus diesen vier aufgerasterten Farben wird in der Druckerei das Endprodukt gedruckt.

Wenn die Farbsysteme vertauscht werden
Druckt man eine Datei im RGB-Modus, sieht das Ergebnis anders aus als erwartet. Und postet man ein CMYK-Bild im Internet, werden die Farben sehr grell. Es macht also Sinn, das jeweils richtige Farbsystem zu wählen, um keine farblichen Überraschungen zu erleben und um die Farben möglichst überall gleich aussehen zu lassen.

Es wird komplex – Farbprofile, Andrucke und Farbfächer
Um Farbschwankungen beim Druck weitgehend auszugleichen, verwendet man in der Druckvorstufe sogenannte ICC-Profile – Anpassungen an die unterschiedlichen Druckmaschinen und Druckfarben. Entscheidend bei der Farbwiedergabe ist allerdings auch die Papierwahl: Farben wirken auf glänzendem Papier satter, auf cremefarbenen weniger kontrastreich und gelbstichiger. Ist die farbgenaue Wiedergabe im Druck wichtig, zum Beispiel wenn ein Logo immer exakt den gleichen Farbton haben soll, dann macht ein Probedruck Sinn. Der sogenannte Andruck dient der Feinjustierung bevor die Druckmaschine die gewünschte (hohe) Auflage druckt. Auch der Blick auf einen professionellen Farbfächer lohnt sich im Vorfeld, denn dieser ist verbindlicher als ein Monitorbild. Die Farbwerte der gewünschten Farben lassen sich dann direkt im Layoutprogramm umsetzen und jederzeit reproduzieren. Der CMYK-Wert 0/0/0/100 entspricht zum Beispiel 100 Prozent Schwarz.