Na, ich will ja nicht gleich den Teufel an die Wand malen. Aber gelegentlich kommen meine Kunden mit echten Notfällen aus ihrer Werbung zu mir. Ob zu hohe Kosten, mäßiger Erfolg, schlechte Qualität, hohe Folgekosten oder Praxisuntauglichkeit – die Reue kann aus vielen Gründen entstehen.

Muss nicht sein. Kann man gleich anders angehen. Und manchmal braucht man mich dazu noch nicht einmal. Obwohl es die Sache natürlich wesentlich vereinfacht… Die wichtigsten Grundlagen für Werbung ohne Reue:

Strategie – Ihre Zielgruppe mit Werbung richtig ansprechen

Wie sieht Ihr Wunschkunde denn eigentlich aus? Welche Interessen hat er? Über welche Medien können Sie sie oder ihn erreichen? Und welches Problem können gerade Sie für Ihre Kunden lösen? Das sollte Ihnen klar sein, um ein maßgeschneidertes Konzept für Ihre Werbung zu entwickeln. Persönlicher Geschmack oder eine kühne Idee, die Sie großartig finden, haben an dieser Stelle (noch) nichts zu suchen. Konzentrieren Sie sich zunächst auf Ihren Kunden und wo Sie ihn finden, sonst werben Sie ins Leere.

Gestaltung – das Corporate Design durchgehend im Auge behalten

Wenn Sie bereits ein gutes und professionelles Erscheinungsbild für Ihr Unternehmen haben, sollten Sie es konsequent und überall umsetzen. Nur mit einem unverwechselbaren visuellen Auftritt zeigen Sie Ihre Professionalität und Verlässlichkeit. An dieser Stelle bedarf es keiner ständigen Variationen, sondern einer klaren Linie.

Produktion – Drucksachen professionell vorbereiten

Papierwahl, Farbmodus, Format, Anschnitt, Auflösung, Bildkorrektur – hier entstehen häufig die größten Überraschungsmomente. Lassen Sie sich helfen oder bilden Sie sich fort. Sonst wird Rot ganz schnell zu Pink und ein schönes Foto zur pixeligen Landschaft. Und mal von Designer zu Nicht-Designer: ein Officeprogramm hat da noch niemandem wirklich geholfen…

Text – die Sache auf den Punkt bringen

Sie wissen natürlich, was Sie tun, aber können Sie das auch anderen erklären? Wenn Sie es schaffen, klar und verständlich in Worte zu fassen, was Sie – nur Sie – Ihren Kunden bieten, dann haben Sie den Kern Ihres Unternehmens gut definiert. Manchmal kann dabei ein unvoreingenommener Blick von außen hilfreich sein. Die Perspektive wechseln, die Dinge beim Namen nennen, strategisch und konzeptionell arbeiten. Dann entstehen Texte, die wirken und Spaß machen. In dem Fall hilft es, nicht alleine an seiner Suppe zu köcheln, sondern sich einen echten Koch zu engagieren. Sie verstehen, was ich meine.

Bilder – besser gut

Wenn Sie als Profi wahrgenommen werden wollen, müssen auch Ihre Fotos professionell sein. Ich arbeite lieber mit nur einem sehr guten Bild und nutze verschiedene Ausschnitte, statt mit vielen schlechten Schnappschüssen. Bitte denken Sie auch an die Bildrechte, sonst wird es doch noch teurer als geplant. Nutzen Sie Bilder, für deren Nutzungsrechte Sie bezahlt haben oder die Sie ausdrücklich frei für das jeweilige Medium verwenden dürfen und geben den Namen des Urhebers laut Vorgabe an.

Kommunikation – weniger ist mehr

Ja, ich weiß, es gibt viel zu sagen und zu zeigen. Und dennoch müssen Sie in erster Linie mal dafür sorgen, dass Ihnen jemand zuhört. Das benötigt nicht viele Worte, Schriften, Schriftgrößen oder Farben. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche und räumen Sie Ihre Drucksachen auf.

Das waren sie, die fünf grundlegenden Tipps. Jedes einzelne Thema lässt sich natürlich noch ausführlich vertiefen. Das kündige ich hiermit an.